Peter Hölters – für dich, bessere Worte finde ich nicht

Peter Hölters

15. September 1953 – 14. Mai 2019

 

(JK) Peter Hölters ist gegangen. Am 14. Mai 2019 verstarb der Tänzer, Lehrer, Mentor und gute Freund in seinem Haus in Dortmund. Der Schock und die Trauer über diese Nachricht schlich sich in den Folgetagen durch die Tanzszene. Viel wurde seitdem von vielen geschrieben. Mir fiel und fällt es schwer, den Gedanken anzunehmen und ich rang, seitdem mich die Nachricht erreichte um klare Gedanken und Worte. Gedrückt habe ich mich seit Tagen so etwas wie einen Nachruf auf diese Seite zu setzen. Heute für dich, mein lieber Peter, abgerungen, was so schwer zu sagen ist:

Die Nachricht über deinen Tod schlug mir im sonnigen Berliner Morgen am letzten Freitag ins Gesicht. Auf gepackten Koffern las ich eine zusammenhangslose Nachricht einer Kollegin und recherchierte nach. Ohne das Was, Wann und Wie zu kennen stand ich zwei Stunden später um Fassung ringend vor meiner Tangoklasse und dachte an das, was du mir in meiner Ausbildung bei dir beigebracht hast: „showing the bridges“. Seit meiner Rückfahrt nach NRW begleiten mich unsere Jahre:

Seit Januar 2005 bist du mein Vorbild. Seitdem ich dich tanzen sah, wusste ich einzuordnen, was mir Tango bedeutet und wie ich ihn ansatzweise definieren kann. Und auch wenn uns 26 Lebensjahre trennen, so bist du der Tänzer, mit dessen Ausdruck ich doch das verbinde, was mir Tango bedeutet. Ein charmanter Kater im Smoking oder hellen Revers, mit einer geerdeten Leichtigkeit, die nie ihre Eleganz verliert und auch dem dunkelsten Pugliese ein wissendes Augenzwinkern verleiht.

Du bist ein Lehrender, der durch sein Wissen und seinen klaren Blick Wurzeln schenkt und auch ohne anzubinden seine Schüler blühen lässt. Durch dich habe ich eine Freiheit im Tanz gefunden, die mich hat weiterwachsen lassen ohne diese Wurzeln zu vergessen. Und auch dies ist deine wahre Größe: du freust dich und bist neugierig auf das Wachstum deiner Schüler.

Du bist ein Freund. Auch wenn der Alltag uns hat seltener sehen lassen, so ließen wir uns nicht aus den Augen und unsere Worte erreichten uns immer in den richtigen Momenten. Und als wir uns im Lütgendortmunder Alltag des Todo Tango nicht mehr hatten, so waren unsere selteneren, persönlichen Gespräche doch umso ehrlicher und intensiver. Durch dich lernte ich die Sprache von Kempowski zu lieben, den Klang von Sassone zu verstehen und das Wort Selbstbewusstsein im Tanz auf einer greifbaren Ebene zu begreifen: Sich seiner selbst im Tanz bewusst zu sein.

Du hast mir mal gesagt, vor einem Auftritt im Keunighaus im Sommer 2008, ich solle nicht 100 Prozent auf der Bühne geben. Ansonsten würde man sich selbst verlieren. „Gib 90 Prozent, das reicht; die letzten 10 Prozent brauchst du, um dich selbst zu schützen.“ Unsere Freundschaft steht auf keiner Bühne, daher schenke ich dir hier und heute die restlichen 10 Prozent.

Ich schreibe dies alles im Präsens; für die Vergangenheit ist es noch zu früh, ich komme damit noch nicht klar. Und ich will es auch noch nicht.

Meinen Schülern habe ich über die Jahre immer und immer wieder von dir erzählt und auch in meinem Tango steckt viel von dir. Dies alles macht meine Schritte in diesen Tagen erschreckend stumpf und schwer.

Unsere letzten gemeinsamen Ideen seit dem letzten Bielefelder Gespräch, immer und immer wieder aufgeschoben liegen nun in der Schublade.

Als Evelyn Hamann starb, sagte Vico von Bülow über sie, mit zwinkernder Wut, diesmal sei ihr Timing miserabel gewesen („na warte“). Vor dem Chan chan die Fläche zu verlassen, gehört sich nicht für einen guten Tänzer.

Auch dein Timing war diesmal nicht überragend…mein Freund.

Chan chan

Schöne Aussichten heute Abend: Spontan, entspannt, wunderBartsch…

(JK)

Liebe Tanzfüßler und Vagabunden,

im Rahmen der Nachtansichten 2019 in Biefeld wird auch Bartsch mit dem Museum Wäschefabrik beteiligt sein. Um dem etwas frösteligen Spätaprilwetter entgegenzuheizen, wird das Vagabundo auf kleiner Fläche im Bartsch chillige Musik zum Tratschen, Trinken und Tanzen auflegen. Machen wir uns einen wunderBartschen Abend zwischen Theke und Speisesaal mit BarJazz, Non-Tango und bei Bedarf auch ein bisschen Clasico/Nuevo.

Wir würden uns freuen, wenn ein paar von euch sponatn Lust haben, mit uns im Heimathafen zu feiern. Wir legen Musik ab 21.21 auf. Also noch Zeit zum Abendessen und anschließend Bartschikaner trinken.

Beste Grüße

Euer

Team VagaBande

Vielleicht bis bald

TangoLoft Bielefeld – ein Salon, zwei Flächen, viel Spaß

 

(JK) Im März startete unser erstes TangoLoft in Bielefeld mit einer wunderbaren Stimmung und guter Resonanz. Durch die vielen Rückmeldungen haben wir uns entschlossen, den Kraftakt zu wagen und nun, ab April monatlich weitrzuloften 😉

Aufgrund der kniffeligen Nachplanung werden wir bis zur Jahreshälfte mal freitags, mal samstags tanzen. Danach wird es sich durchgängig auf den Samstag einpendeln.

Und so ist der Plan:

20.00-21.00 Uhr: Monatliche Themenstunde für bereits Tangotänzelnde (Themen werden vorab über Bohemio und Vagabundo bekannt gegeben (paarweise Voranmeldung an info@tango-vagabundo.de): Preise: 8,-€ / 5,-€ (Bohemio-Mitglieder)

21.00-21.30 Uhr: Schnupper-Input für Noch-Nicht-Tänzer auf der Spielwiese (vorherige paarweise Anmeldung an info@tango-vagabundo.de): Preise: 7,- (inklusive Eintritt für den anschließenden Salon)

21.00-01.30 Uhr: Ein TangoLoft, zwei Tanzflächen. Piste: Tango Clasico (TT-V-TT-M) / Spielwiese: Non / Neo (in Tandas)

Die Termine findet ihr im Tangoticker auf dieser Seite.

Das nächste TangoLoft findet am 05.04. statt.

Wir freuen uns auf euch 🙂

Euer VagaBande, Bohemio und das Team des Loft Bielefeld

Gooldschwoof: 50. Tangoschwoof an diesem Freutag

(JK) Der Tango-Heimathafen wird 50.
Seit Februar 2015 schwoofen wir ganzjährig in der Restauration Bartsch; drinnen und draußen, filmen, fotografieren, feiern, läuten das neue Jahr ein, verbummeln unsere Zeit bei Susanne Bartsch.
Nun, neben zig anderen Veranstaltungen, wie dem RambazamBartsch, feiern wir an diesem Freitag, 11.03. 2019 unseren 50. Monatsschwoof.
Ohne großes Getute tanzen wir ab  21.00 Uhr einen schönen Abend durch und lassen unsere Susanne hochleben.
Musikalisch gibt es ein Best-of der letzten Jahre zwischen Clasico und Non von TJ Vagabundo.

Seid dabei, feiert mit.

Wir freuen uns auf euch

Euer Team VagaBande und Bartsch

Adresse: Hotel Restaurant Bartsch / Viktoriastraße 54 / 33602 Bielefeld

+++Bailongo und Floorcraft diese Woche+++

(JK) Diese Woche im Bohemio in Bielefeld:

  • Dienstag, Bailongo Bohemio, 20.30 Uhr: Im L’Arabesque Bielefeld legt TJ Vagabundo einen bunten Misch für die realaxten Feierabendausschreitungen auf.
  • Samstag, Workshop Floorcraft, 14.00 Uhr: Tangolehrerin Annelena Witthus behandelt in diesem Workshop die Thematik des Floorcraft, für eine gute Achse des Tanzenden und des Paares. Eine gute Verbindung zum Boden als Grundlage inspirativen Tanzens. Anmeldungen direkt an witthus@bohemio.de (Kosten: 15 EUR / Anmeldung paarweise bzw. Einzelanmeldungen bei Bereitschaft zum Rollenwechsel nach Absprache mit der Lehrerin)
1. Bielefelder TangoLoft an diesem Samstag, 02.03.2019

„Zuviel des Guten ist wundervoll“ (Liberace)

(JK) Bohemio e.V. präsentiert euch zum 1. TangoLoft Bielefeld den doppelten Tangospaß: Auf unserer Piste erwartet euch von 21.00-01-30 Uhr ein stilvoller Misch des klassischen, argentinischen Tangos (T-T-V-T-T-M). Parallel bieten wir euch im kleinen Saal eine kreative Spielwiese mit der Jacobs-Krönung zwischen Non, Nuevo und Neo-Tango.Einfach gut, doppelt besser.

Getränke gibt es zu moderaten Kühlschrankpreisen.
Einschritt: 7,-€ (Bohemio-MG: 5,-€)

Adresse: The Loft Bielefeld, Gadderbaumer Str. 3, 33602 Bielefeld (Haltestelle Adenauerplatz (gegenüber Kunsthalle)

Also, die Schläppchen geschnappt und auf zur tänzerischen Qual der Wahl. Wir freuen uns auf euch.

Euer Team Bohemio, Vagabundo und The Loft

(JK) Die Bielefelder Tango-Bohème gibt sich kurz vor Karneval ein Stelldichein. Eine Nacht schwelgen wir am 22.02. ab 21.00 Uhr im Tangoschritt der späten 20er in einem der letzten architektonisch-gastronomischen Zeitzeugen; der Kultrestauration Bartsch. Vom musikalischen Conférencier des Abends, TJ Vagabundo gibt es eine ausgesuchte Mischung argentinischer und europäischer Tangokapellen, musikalischer Futurismen beliebtester Melodeien in teils elektrifiziertem Gewande und anderweitigen Kurzweil.

Die Direktion des Hauses weist zudem auf die Abendkarte bis 22.00 Uhr hin.

Abendgarderode ist ausdrücklich erwünscht 😉

VaViWo – Vagabundos Video der Woche – Ochos vw / rw im Salon

(JK) Ein kleiner Blick in unseren Hammenser Unterrichtsraum. Thema am 05.02. waren einfache Anfänger-Rückwärtsochos für den Salon. Hier gespickt mit ein Paar Kreuzen für fließenden Systemwechsel und ein entspannter Wechsel in Vorwärtsochos. Viel Spaß.

Tänzer: Jörn Kitzhöfer /Sabrina Kohl

Location: Nordturm Hamm

Musik: „Olga“ (Ariel Ramirez)

Kamera: der Bernhard 😉

Zechenschwoof „auf Westfalen“ am 26.01.2019

(JK) Neues Jahr, neues „Glück auf“. Vagabundo und Bohemio starten durch mit einem neuen Schwoof.

Am 26.01.2019 wird erstmals das Shim Sham im Grubenlüfter der Zeche Westfalen in Ahlen zum Tangoschwoof. Von 21.00 bis ca. 01.00 machen wir musikalisch und tänzerisch Dampf in dieser bezaubernden, neuen Location. Mit einem Misch aus Clasico, Nuevo und Non wird das Wochenende zur Feierschicht. Darüber hinaus bietet das Shim Sham eine abwechslungsreiche Abendkarte. Also, egal ob Tangotouris, Pistenkumpels oder Noch-Nicht-Tänzer; an diesem Abend gibt es für alle was. Ab 20.00 werden Lena und Marco zudem einen Schnupperworkshop für Neugierige veranstalten. Vorherige, paarweise Anmeldung an info@bohemio.de hilft uns bei der Planung.

Also, das Gezähe geschnappt, ins Fäustchen gelacht und ab geht’s.

Wir, Vagabundo, Bohemio und Shim Sham freuen uns auf euch

2018 – 1000 Stunden, viele Schritte, ein Glücksgefühl

(JK) Nun ist es wieder geschafft. Die letzten Tannennadeln sind vom Parkett gefegt, die Feiertage sind durchgefeiert und es liegt ein schrittreiches Jahr hinter uns allen. Über 1000 Stunden an Salons, Unterricht, Workshops, Choreoarbeit, Aufführung und Organisationsallerlei, gehalten von vielen Händen und getragen durch viele Füße, lassen auch das Vagabundo nun kurz innehalten und etwas müde staunend im Sessel sitzen, bevor der Tangostrudel sich bald schon wieder anfängt zu drehen.

2018, ein unruhiges Jahr durch und durch. Der Ton des Lebens wurde rauher, die Kakophonie des Weltgeschehens nahm auf den Straßen wie auf dem virtuellen Parkett zu und vergessen schienen in solchen Zeiten oft das bereichernde Miteinander, das gegenseitige Interesse und das inzwischen fast schon verstaubt belächelte Wort Anstand.

Ist es verwunderlich oder nur logisch, dass in solch befremdlichen Zeiten, der Mensch sich trotz allem die Zeit nimmt und im Tango den Fremden umarmt? Ansieht, aufsteht, anlächelt und ihm die drei Minuten eines gemeinsamen Tangos schenkt. Wir haben in diesem Jahr viele Gründe zum Lächeln gehabt. Neue Wege wurden gegangen, neue Menschen tauchten auf, blieben, packten mit an und brachten neue Ideen mit. Wir sind sehr dankbar dafür und tragen mit Neugierde diese Erfahrungen in das frische 2019 hinüber.

Und so werden wir auch im nächsten Jahr mit flinken Schritten gegen den Takt des Alltags schreiten, mit offenen Ohren der so oft durch Getöse überlagerten Melodie des Alltags versuchen zu lauschen, uns mit offenen Armen an den anderen stellen und weitertanzen.

Also, „bleibense Mensch“ (Jürgen von Manger)

mit vagabunten Grüßen

Das Team VagaBande

im Dezember 2018

 

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